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In jedem Fotoalbum dabei
Eine in Wasser getauchte Stadt. Das gespiegelte Bild des Comares-Palastes darf in keinem Spanien-Reiseführer fehlen, es soll auch in meinem Fotoalbum einen bevorzugten Platz finden. Natürlich haben andere Kamerabesitzer den idealen Aufnahmestandort in der Mitte der Bassinumrandung auch entdeckt. Ein tolles Motiv! Das also war einmal der zentrale Punkt der letzten 240 Jahre Maurenherrschaft in Spanien, Zentrum der Repräsentation, das Zentrum der Diplomatie, der Verwaltung, der Rechtsprechung. Im Comaressaal senken die Museumsführer ihre Stimme. Wir sind an einem Ort, an dem spanische, wenn nicht gar Weltgeschichte geschrieben wurde.
Am Freitag, dem 2. Januar 1492, 10.00 Uhr, holt der Kardinal Pedro Gonzales des Mendoza auf der Plattform des Torre de la Vela die Fahne mit dem Halbmond ein und hisst die christliche Fahne. Das Ereignis verkündete weithin sichtbar das Ende islamischer Herrschaft in Spanien, das Ende nach 781 Jahren. Auch das Ende des Islam in Europa? frage ich mich. Und: Was wäre geworden, wenn...? Ein „Schurkenstaat" nach amerikanischer Lesart?

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