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Sevillanas und Fandangos als Untergruppe
Der Begriff Fandango taucht erstmals 1705 auf und basiert auf einem lebhaften, im Dreivierteltakt getanzten, höfischen Paartanz. Besonders berühmt sind die Fandangos de Huelva. Der Sänger Manolo Caracol machte den Fandango unter anderem bekannt.
Es gibt auch regionale Unterschiede des Fandangos. In der Region um Almería zum Beispiel tanzten die Paare zum Gesang und zur Gitarre, und Sängerinnen spielten Kastagnetten. Der Fandango der Güejar-Sierra kommt aus der Sierra von Granada und ist ein ländlich-folkloristischer Rundtanz. Zu der Untergruppe der Fandangos gehören auch: Bandolás, Bondeñas, Cartageneras, Granaínas, Malagueñas, Mineras, Murcianas, Rondeñas, Tarantas, Tarantos und Verdiales.

Zu den beiden letzten Untergruppen, den „orientalisch angehauchten Tänzen", zählt man unter anderem die Zambra oder auch die Danza Mora. Und zu den „südamerikanisch beeinflußten Tänzen" gehören beispielsweise die Rumbas Flamencas, Guagiras und Colombianes.
Ob ein Flamenco-Stil mit oder ohne Kastagnetten begleitet oder getanzt wird, ist übrigens kein Indiz für eine spezielle Zuordnung.
Der bekannte Autor Felix Grande beschreibt in seinem Buch „Memoria del Flamenco" die Herkunftsregionen und Wege, die der Flamencogesang gegangen ist. Die Wiege des Flamencogesangs liegt laut seinen Ausführungen im Quadrat oberhalb von Cádiz und Málaga sowie unterhalb von Sevilla und Córdoba.
Doch egal, woher die Flamenco-Stile auch kommen, eine künstlerische Herausforderung für die Interpreten sind sie jedenfalls und ein Augen- beziehungsweise Ohrenschmaus für das Publikum.